Indien, Gurus und heilige Kühe

Indien ist für viele Europäer immer noch ein recht geheimnisvolles Land. Wenig weiß man über die Geschichte und Kultur des riesigen Landes, man hat allenfalls von heiligen Kühen, Mahatma Ghandi und bitterer Armut gehört.

Seit den 60er Jahren suchen viele spirituell interessierte Manschen in Indien ihre Freiheit, ihren Guru, ihre wahre Bestimmung oder auch alles zusammen. Während Indiens Nachbar China zur Zeit ständig in den Medien vertreten ist, mal positiv, mal negativ, gehen die Nachrichten aus Indien oft unter.

Dabei sind sie nicht weniger wichtig, Indien ist mit 1,2 Milliarden Menschen immerhin das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde und damit die größte Demokratie der Welt. Das Land gehört zu den zehn größten Volkswirtschaften der Erde.

Speziell in Branchen wie der Informationstechnologie oder der Pharmazie hat Indien längst internationales Spitzenniveau erreicht. Mit Gurus und heiligen Kühen hat das nicht mehr viel zu tun.

Allerdings scheinen die Inder flexibel zu sein, in Spitzenpositionen bei internationalen Konzernen zu arbeiten heißt nicht, dass man nicht auch aktiv seinen meist hinduistischen Glauben leben und die auf den Straßen allenthalben anzutreffenden Kühe ehren könnte. Rindfleisch landet aber dennoch zunehmend auf dem Teller, auch hier ist man flexibel.

Aufgeteilt ist Indien in 28 Bundesstaaten und sieben bundesunmittelbare Gebiete. Begrenzt wird das riesige Gebiet im Norden von der Gebirgskette des Himalaya und im Süden vom Indischen Ozean.

Indien grenzt an Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar, Pakistan und Bangladesch. Allesamt Namen bei deren Nennung immer etwas mystisches mitschwingt, gar zu viele atemberaubende Geschichten hat man doch von dort schon gehört.

Touristen die den Erstkontakt wagen, landen meist in Goa, dem kleinsten der Bundesstaaten. Das Gebiet stand Jahrhundertelang unter Portugiesischer Kolonialherrschaft, das Leben dort mutet sehr westlich an. Von daher macht es schon Sinn, genau dort zu beginnen, das hält den Kulturschock in Grenzen.

In den Großstädten wie Dehli oder gar Kalkutta ist der Gegensatz zwischen reich und bitterarm nämlich derart krass, dass so manchen unvorbereiteten Reisenden schon das nackte Grausen gepackt hat.

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